// Adventskalender 31 //

  • Herausgeber ‏ : ‎ TWENTYSIX; 1. Edition (22. April 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740781653
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740781651
  • Abmessungen ‏ : ‎ 12.7 x 2.36 x 20.32 cm
(c) Moira AW

Paderborn im Jahr 2013 In einem kleinen Waldstück wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Ziemlich schnell wird klar, dass hier derselbe Mörder am Werk ist, der bereits vor 21 Jahren zwei junge Frauen brutal ermordet hat. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und Ermittler David Neumann versucht den Wahnsinnigen zu stoppen, den er bereits vor all diesen Jahren nicht hatte aufhalten können. Mittendrin befinden sich Hendrik und Damian. Zwei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hendrik, aufgewachsen in einem behüteten Zuhause und Damian, dessen Kindheit der reinste Albtraum war. Und doch schneiden sich ihre Wege immer wieder. Scheinbar zufällig. Oder verbindet sie vielleicht doch mehr als die beiden ahnen?

David Neumann, Polizist in Paderborn, hatte an dem Tag ein komisches Gefühl im Magen, als er in sein Auto stieg. Sein Handy begann zu klingeln. Paul Johansson stand auf dem Display und David wusste, dass dies kein gutes Zeichen war.
„Versteh das bitte nicht falsch, alter Freund, aber ich hasse es, wenn du mich vor Dienstbeginn anrufst. Das bedeutet nie etwas Gutes.“ Paul seufzte auf und tat so, als wenn er empört wäre. „Tja, da hast du recht. Ich wünschte ich müsste nicht mit dir reden, aber leider ist das mein Job schlechte Nachrichten zu überbringen. Fahr bitte direkt zu der Grünfläche bei der Straße Am Bahneinschnitt und Liesborner Weg. Dort wurde heute Morgen von zwei Joggern eine Frauenleiche gefunden. Der Fall dürfte dich interessieren.“
Paul klang erschöpft und müde. Er war seit Jahrzehnten ein guter Freund von David, aber in den letzten Jahren musste er leider feststellen, wie sehr ihn die Arbeit als Polizeihauptkommisar doch belastete und sein sonst so sonniges Gemüt immer mehr trübte.
„Ich ahne nichts Gutes.“
„Wenn es etwas Gutes wäre, dann wäre mein Job einfacher. Halt mich auf dem Laufenden.“
Damit legte Paul auf. Als er auf den Rippinger Weg einbog, sah er schon das Aufgebot an Polizeiwagen. Einige hatten noch das Blaulicht an, was David ein noch unwohleres Gefühl bereitete. Er parkte in zweiter Reihe und ging in langen Schritten auf den Anfang des kleinen waldähnlichen Abschnitts zu, der mit gelben flatterndem Band abgesperrt war.
Von weitem sah er hinter dem Absperrband schon seinen Partner Silas Schmied am
vermeidlichen Fundort der Leiche stehen. Ein paar in weiße Ganzkörperschutzanzüge
gekleidete Kollegen huschten wie wild durcheinander, machten Fotos und stellten
Beweisfundschilder auf. Auch Joe Becker, der Pathologe, war schon an der Arbeit. In großen Schritten ging David über den breiten Weg aus Kieselsteinen.
Die Sonne hatte um diese Jahreszeit noch nicht viel Kraft, aber sie gab sich bereits alle Mühe. Die Luft war angenehm frisch und trotzdem ließ sich erahnen, dass heute ein recht warmer Tag werden würde. Die Sonnenstrahlen fielen durch die Blätter der Bäume, die den Rand des Weges säumten und tanzende Schatten auf ihn warfen. David fand, dass es ein viel zu schöner Tag war, um sich mit so etwas Schrecklichem zu befassen was dort, wenige Meter entfernt, auf ihn wartete. Eigentlich war jeder Tag zu schön für so etwas.
Silas kam David entgegen als er ihn erblickte. Im Gesicht seines eigentlich meistens fröhlichen Kollegen hatten sich tiefe Sorgenfalten gebildet und er war kreidebleich.
„Was haben wir hier?“ David wandte sich zuerst an Silas, bevor er sich selbst ein Bild davon machte. „Nichts Schönes. Junges Mädchen, höchstens 25 Jahre alt, wahrscheinlich jünger. Noch haben wir keinen Namen, sie hatte keinen Ausweis dabei. Mit mehr als dreißig Messerstichen in den
Torso getötet.“ „Vermutlich sogar mehr als vierzig“, meldete sich Joe zu Wort, ohne von der Leiche aufzusehen. „Sie sieht aus wie Hackfleisch.“ David konnte den Ekel in Silas Gesicht sehen. Er kam einen Schritt näher zu David, damit Joe und die anderen Kollegen ihn nicht hören konnten. „David, das ist… Es ist nicht mein erster Mord, aber so etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist einfach…“ Seine Stimme brach ab. Silas sonst so klare und glänzende Augen wirkten auf einmal matt und müde.

„Ich meine, warum rufen die uns zu so etwas? Das sieht eher aus, als wenn das etwas für eine Spezialeinheit oder was weiß ich wen wäre. Es sieht nämlich nicht nach einem normalen Raubüberfall aus.“
David konnte sehen wie Silas noch blasser wurde, wenn das überhaupt möglich war. Seine müden Augen starrten in seine. David versuchte tröstlich zu klingen, aber ihm war bewusst, dass es ihm nicht sonderlich gut gelingen würde und dass es nichts gab, was seinen Partner in so einer Situation beruhigen könnte.
„Mein Junge, die Bilder verblassen mit der Zeit“, log er. Denn er wusste genau, dass sie
keineswegs verblassten. Nein, sie brannten sich einem auf die Netzhaut ein und versuchten einen immer wieder in ein Loch zu ziehen. Aber David wollte Silas irgendwas sagen, was ihn aufbaute. Da war ihm auch eine Lüge genehm.
„Ich habe eine Vermutung, warum wir zu dem Fall gerufen wurden. Lass mich mal sehen , ob ich recht habe.“
Als David nah genug dran gegangen war, fühlte es sich an, als wenn ein Stromschlag durch seinen Körper schießen würde. Mit einem Mal waren alle sein Sinne aktiviert und sie schrien „Alarm“. Ein ohrenbetäubendes Rauschen glitt durch seinen Kopf und einen Moment musste er sich zusammenreißen, um nicht ohnmächtig zu werden.
Wie ein weggeworfener Sack Kartoffeln lag der Körper der Frau auf dem Gehweg aus
Kieselsteinen. Ihre Beine waren angewinkelt und ihr Kopf lag schräg auf dem Boden, sodass die starren, kalten Augen David mit leerem Blick ansehen konnten. Dort, wo einmal ihr Bauch und ihre Brust gewesen waren, war nun nur noch ein breiiger Matsch aus rotem Fleisch und Klamottenfetzen. Sie lag in einer geronnenen Lache aus Blut. Beim Blick in ihr Gesicht, auf die Narbe, diese spezielle Narbe, kam David plötzlich ein Gedanke und ihm wurde schlagartig speiübel. Seine Hals wurde trocken und auch seine Lippen schienen keinerlei schützenden
Feuchtigkeitsfilm mehr zu besitzen.
„Oh Gott, er ist wieder da!“ Diese Worte drängten sich ihm sofort auf. Schrien in seinem
Inneren oder hatte er sie laut ausgesprochen? Er hätte es nicht mit Bestimmtheit sagen können und eigentlich war es auch scheißegal, oder nicht? Das was hier vor ihm lag machte jeden anderen Gedanken mit einem Mal unwichtig. Ein schreckliches Déjà-vu packte David und eine Flut von Bildern durchströmten ihn, als er seinen Blick auf der Narbe im Gesicht der Frau tanzen ließ. Er wusste genau, was diese junge tote Frau zu bedeuten hatte, nämlich, dass eine neue Runde begann. Der Ripper war zurück.

Frage; Wie heißen die beiden Straßen, an denen sich der Tatort befindet?

Verlosung: 1x Gebundene Ausgabe

Teilnahmebedingungen:

Natürlich geht ein Gewinnspiel nicht ohne Regeln. Deshalb hier das Kleingedruckte:

  • Das Gewinnspiel endet am 31.12.2021 um 23:59 Uhr.
  • Zu Gewinnen gibt einmal das Buch als Gebundene Ausgabe
  • Teilt es, kommentiert es! Verlinkt eure Freunde.
  • Der*die Gewinner*in wird nach den Feiertagen ausgelost und hier auf dem Blog in diesem Beitrag verkündet .
  • Jede*r, der*die die Gewinnspielfrage in den Kommentaren unter diesem Beitrag beantwortet, ist im Lostopf.
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein. Bist du jünger, brauchst du eine Einverständniserklärung deiner Erziehungsberechtigten.
  • Du musst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben.
  • Bitte gibt eure Adresse und Email Adresse für den Fall, das du gewinnen solltest! Die E-Mail sollte seine*ihre Postanschrift und eine Einverständniserklärung beinhalten, dass ich die Adresse an Maggie weiterleiten darf. Ansonsten wird die Adresse nicht an Dritte weitergegeben, für nichts anderes als den Versand des Gewinns genutzt und gelöscht, sobald der Gewinn bei dem*der Gewinner*in angekommen ist.
  • Meldet sich der*die Gewinner*in nicht bis zum oben genannten Zeitpunkt, wird neu ausgelost.
  • Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vielen Lieben Dank an die Liebe Maggie, fürs mitmachen beim Gewinnspiel der Verlosung ihres Buches.

Ich wünsche allen Viel Glück, Viel Freude und einen guten Rutsch ins neue Jahr

(c) Text& Foto& Klappentext Maggie

3 Gedanken zu “// Adventskalender 31 //

  1. Pingback: Die ersten wichtigen Bücher 2022  – #WritingFriday | Norbpress

  2. Ihr Lieben vielen Dank an alle, die mitgemacht haben für den Adventskalender.
    ich hoffe ihr seid gut ins das neue Jahr reingekommen.
    Wir arbeiten dran, die Gewinner auszulosen.
    Liebe Grüße
    Eure Moira

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