(Rezension) Andreas Izquierdo „Romeo & Romy“

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Verlag: Insel Taschenbuch

Sprache. Deutsch

ISBN: 3458361413

Taschenbuch 485 Seiten

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Klappentext

Keinen Job, keinen Freund, keine Perspektive – das ist die nicht gerade erfreuliche Bilanz, als Romy in ihr winziges Dorf im schönsten Nirgendwo heimkehrt. Als Schauspielerin gescheitert, umgeben von schrulligen Alten, fasst sie einen tollen tollkühnen Plan: Sie wird aus ihrer Scheune ein elisabethanisches Theater bauen.

Und Romeo & Julia aufführen. Mit den Alten aus ihren Dorf. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star, Ben, Herzensbrecher und liebenswerter Diletant, dessen größter Erfolg ein Waschmittelspot ein.

Meine Meinung

Als ich erfahren habe, das Andreas ein neuen Roman auf die Welt bringt, war ich sofort Feuer und Flamme und voller Vorfreude und begann beim Gewinnspiel bei Vorablesen mitzumachen. Ich wusste, das er ein Buch geschrieben haben mit „Traumtänzer,“ allerdings hatte ich das Buch nie gelesen, wusste aber, das es gut sein sollte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Danke an den Inselverlag und an den Autor und an die community, das ich die Ehre haben durfte, das Buch lesen zu dürfen.

Romy ist Schauspielerin und erfährt während ihres Auftritts als Souffleuse, das ihre Oma gestorben ist. Sofort fährt sie zu der Beerdigung, nachdem sie gekündigt worden ist. Schockiert darüber, das sie nie wieder ihre Oma sehen wird und Oma nichts von ihrer Niederlagen erfährt. Sie erfährt, das im Großzerlitsch, 2 Gräber frei sind und das einzige, was die Alten wollen ist, auf dem Friedhof von Großzerlisch beerdigt zu werden. Deshalb versucht jeder von Ihnen auf sein eigene Art und Weise sich umzubringen. Romy ist mit ihrem Leben auch nicht zufrieden und plant aus einer alten Scheune ein Theater zu bauen, mit Hilfe ihrer vielen Nachbarn, die versuchen umzubringen. Doch Romy erfährt einige verrückten Dinge und muss viele, viele Hindernisse durchgehen bis sie vielleicht ans Ziel kommt.

Der Klappentext klang vielversprechend und deutete für mich auf eine Liebesgeschichte hin. Ich malte mir aus, das Romy sich in ihren Kollegen verliebt und mit ihm „Romeo und Romy“ spielen und zusammen kommen und dann wieder eine Trennung durchleben, weil er sie betrogen hat. Doch es kam anders als man denkt. Überraschenderweise war es keine Liebesgeschichte. Das hat der Geschichte kein Abbruch getan.

Die Geschichte ist witzig geschrieben, vor allem weil die älteren Menschen die Absicht hatten sich umzubringen, aber wegen der Arbeit beim Theater, auf andere Gedanken kommen. Das Thema mit den 2 Gräbern, wer diese beiden Gräbern bekommt, wird trotz alldem aufgegriffen, denn schließlich sterben auch zwei. Erst als Ben, der „Frischedoktor“ von Romy um Hilfe gebeten wird, kommt er in die Geschichte. Ben wohnt bei Theo, der eine Gaststätte hat und auch ein kleines „Hotel.“ Jeden Morgen bekommt Ben, unerwarteten Besuch, von einer alten Frau , die in seinem Bett liegt, Das ist Theos Mutter.

Das Geld wird oft zum Problem. Die Kinder der älteren kommen in die Stadt, und natürlich wollten sie das Erbe haben. Denn sie kennen Romy nicht und würden Romy bei Geldproblemen nicht helfen. Romy ist distanziert zu ihrer Vater, sie ist vorsichtig. Denn er taucht urplötzlich auf, nach 25 Jahren. Ich konnte Romys Vater sofort durchschauen.

Schön ist es, das alle gemeinsam zusammen halten und alle älteren Romy „Täubchen“ nennen. Der Leser erfährt, wer Romy Eltern sind

Sprachlich witzig und flüssig geschrieben. Die flotten Sprüche passten wie die Faust aufs Auge und ich musste mich schwer zusammen reißen nicht laut loszulachen, in der Mitternachtszeit. Jeder der älteren hatte seine Macken, die eine versuchte sich durchs Alkohol umzubringen, von einem Auto überfahren zu werden. Es waren viel zu viele älteren Menschen, das ich dann irgend wann nicht mehr klarkam. Romy Charakter wurde gut in der Geschichte deutlich gemacht, bei den anderen älteren Herrschaften war da eher wenig.

Mir fehlte ein bisschen der Kick Z.B, das Romy Vergangenheit aufgerollt wird. Es waren ein paar Szenen zu ihrer Mutter, damals, aber ein paar Erinnerung hätten der Geschichte nicht geschadet.

Natürlich waren alle lieb und nett zu ihr, außer ein paar Leute. Die einen zeigten ihr wahres Gesicht später, die anderen waren still und leise. Das Hauptproblem war „Geld“, immer dann wenn sie etwas hatten, kam wieder ein Problem, das schnell gelöst worden ist. Mir fehlte da ein bisschen mehr Druck. Die Geschichte war sehr realitätsnah. Es hatte etwas.Bissle hätte man kürzen können und die Beziehung zwischen den beiden mehr ins Rampenlicht gesetzt. Aber ansonsten war die Geschichte fabelhaft.Das Buchcover erinnerte mich wie bei dem Vorgänger, und es gefällt mir sehr gut.3-punkte

Über den Autor:

Izquierdo_Andreas_4Andreas Izquierdo, Jahrgang 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Zu seinen bisherigen Veröffentlichungen zählen u. a. der Roman König von Albanien (2007), mit dem er den Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres gewann, sowie den Roman Apocalypsia (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorablesen.de gewählt wurde. Seine letzten Veröffentlichungen waren die Bestseller Das Glücksbüro (2013) und Der Club der Traumtänzer (2014).

© rotbuch.de

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4 Gedanken zu “(Rezension) Andreas Izquierdo „Romeo & Romy“

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